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Ulrich Möller
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Motivierende Gesundheitsberatung
für Mitarbeiter/innen in Pflegeberufen

Die Fähigkeit zur Motivierende Gesundheitsberatung ermöglicht es Pflegekräften, auf Verhaltensänderung abzielende und damit gesundheitsförderliche Beratung integriert in ihr alltägliches Pflegehandeln durchzuführen.

Beratung findet in unterschiedlichen Zusammenhängen statt und ist mittlerweile in unserer Gesellschaft eine unverzichtbare Dienstleistung geworden. Übergeordnetes Ziel von Beratung ist es, Menschen bei der Bewältigung neuer Anforderungen zu unterstützen.

Für Pflegekräfte ist Beratung in gesundheitsbezogenen Fragestellungen nicht erst seit der Novellierung von Altenpflege- und Krankenpflegegesetz ein selbstverständlicher Bestandteil ihrer Arbeit mit zu pflegenden Menschen und deren Angehörigen geworden. Schon seit jeher übernehmen Pflegekräfte im Rahmen der psycho-sozialen Betreuung beratende Aufgaben.

Gesundheitsbezogene Fragestellungen von zu pflegenden Menschen und/oder deren Angehörigen beziehen sich häufig auf Aspekte von Verhaltensänderung. Durch das Auftreten oder die Verschlimmerung von Krankheiten oder chronischen Einschränkungen stehen zu pflegende Menschen und/oder deren Angehörige vor der Herausforderung ihr Verhalten zu ändern, um Besserung zu ermöglichen, Verschlimmerung zu verhindern oder überhaupt mit der neuen Situation zurecht kommen zu können. Dieser Prozess der Verhaltensänderung ist oft ein schwieriger Prozess, der durch viele individuelle und soziale Faktoren erschwert wird, und der erfahrungsgemäß eine längere Zeit dauert und damit beratungsintensiv ist.

Die Realität in der Pflege ist jedoch geprägt von wenig Zeit, sodass Beratung in den Pflegeprozess integriert werden muss. Für lange Beratungsprozesse ist da keine Zeit. Hier kommt der besondere Ansatz der Motivierenden Gesundheitsberatung zum Tragen: Gemäß dem der motivierenden Gesundheitsberatung zugrunde liegenden theoretischen Konzept (Transtheoretisches Modell von Prochaska und DiClemente), vollzieht sich eine Verhaltensänderung in verschiedenen Stadien. In jedem Stadium setzt sich das Individuum mit verschiedenen Fragestellungen auseinander. Die Motivierende Gesundheitsberatung orientiert sich nun genau an diesen einzelnen Phasen und nicht am Ergebnis des gesamten Prozesses. Das Beratungsgespräch thematisiert das jeweilige Stadium und setzt dort Impulse, die es dem Individuum ermöglicht eigene Klärungsprozesse hinsichtlich der möglichen Verhaltensänderung voran zu treiben. Dieses Setzen von Impulsen braucht kein separat geplantes Gespräch, sondern kann vielmehr integriert in normale Gespräche während der Pflege stattfinden.

Innerhalb des Seminars lernen die Teilnehmenden das Transtheoretische Modell kennen, setzen sich mit Impulsen unterschiedlicher Kurzinterventionen auseinander und trainieren den Umgang mit besonderen Aspekten der motivierenden Gesprächsführung.

Das Seminar dauert zwei Tage. Je nach Wünschen der Auftraggeber sind Veränderungen und Wünsche möglich (Anpassung des Seminar-Angebots an die jeweiligen Bedürfnisse der Einrichtung).

 
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© Ulrich Möller, Bielefeld, 14.07.2005