Motivierende Gesundheitsberatung
für Mitarbeiter/innen in Pflegeberufen
Die
Fähigkeit zur Motivierende Gesundheitsberatung ermöglicht
es Pflegekräften, auf Verhaltensänderung abzielende und damit
gesundheitsförderliche Beratung integriert in ihr alltägliches
Pflegehandeln durchzuführen.
Beratung
findet in unterschiedlichen Zusammenhängen statt und ist mittlerweile
in unserer Gesellschaft eine unverzichtbare Dienstleistung geworden. Übergeordnetes
Ziel von Beratung ist es, Menschen bei der Bewältigung neuer Anforderungen
zu unterstützen.
Für
Pflegekräfte ist Beratung in gesundheitsbezogenen Fragestellungen
nicht erst seit der Novellierung von Altenpflege- und Krankenpflegegesetz
ein selbstverständlicher Bestandteil ihrer Arbeit mit zu pflegenden
Menschen und deren Angehörigen geworden. Schon seit jeher übernehmen
Pflegekräfte im Rahmen der psycho-sozialen Betreuung beratende Aufgaben.
Gesundheitsbezogene Fragestellungen von zu pflegenden Menschen und/oder
deren Angehörigen beziehen sich häufig auf Aspekte von Verhaltensänderung.
Durch das Auftreten oder die Verschlimmerung von Krankheiten oder chronischen
Einschränkungen stehen zu pflegende Menschen und/oder deren Angehörige
vor der Herausforderung ihr Verhalten zu ändern, um Besserung zu
ermöglichen, Verschlimmerung zu verhindern oder überhaupt mit
der neuen Situation zurecht kommen zu können. Dieser Prozess der
Verhaltensänderung ist oft ein schwieriger Prozess, der durch viele
individuelle und soziale Faktoren erschwert wird, und der erfahrungsgemäß
eine längere Zeit dauert und damit beratungsintensiv ist.
Die Realität in der Pflege ist jedoch geprägt von wenig Zeit,
sodass Beratung in den Pflegeprozess integriert werden muss. Für
lange Beratungsprozesse ist da keine Zeit. Hier kommt der besondere Ansatz
der Motivierenden Gesundheitsberatung zum Tragen: Gemäß dem
der motivierenden Gesundheitsberatung zugrunde liegenden theoretischen
Konzept (Transtheoretisches Modell von Prochaska und DiClemente), vollzieht
sich eine Verhaltensänderung in verschiedenen Stadien. In jedem Stadium
setzt sich das Individuum mit verschiedenen Fragestellungen auseinander.
Die Motivierende Gesundheitsberatung orientiert sich nun genau an diesen
einzelnen Phasen und nicht am Ergebnis des gesamten Prozesses. Das Beratungsgespräch
thematisiert das jeweilige Stadium und setzt dort Impulse, die es dem
Individuum ermöglicht eigene Klärungsprozesse hinsichtlich der
möglichen Verhaltensänderung voran zu treiben. Dieses Setzen
von Impulsen braucht kein separat geplantes Gespräch, sondern kann
vielmehr integriert in normale Gespräche während der Pflege
stattfinden.
Innerhalb des Seminars lernen die Teilnehmenden das Transtheoretische
Modell kennen, setzen sich mit Impulsen unterschiedlicher Kurzinterventionen
auseinander und trainieren den Umgang mit besonderen Aspekten der motivierenden
Gesprächsführung.
Das Seminar dauert zwei Tage. Je nach Wünschen der Auftraggeber sind
Veränderungen und Wünsche möglich (Anpassung des Seminar-Angebots
an die jeweiligen Bedürfnisse der Einrichtung).
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